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12:52 11.06.2021
Senioren, die zu Lebzeiten Angelegenheiten wie die Finanzierung der eigenen Bestattung klären, können entspannter in die Zukunft blicken. Foto: pixabay.com/BDB/akz-o

Bereits zu Lebzeiten sollte man den gewünschten äußeren Rahmen für die eigene Bestattung klären. Damit gibt man sich selbst die Sicherheit, dass der eigene Wille Beachtung findet – und man nimmt gleichzeitig auch den Angehörigen die Sorge, sich in Zeiten der Trauer auch noch um Bestattungsfragen kümmern zu müssen. Auch vermeidet man mögliche familiäre Streitigkeiten über den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen.

Sparbuch ist keine gute Lösung

Gerade in Zeiten zunehmender Pflegebedürftigkeit ist eine sichere Hinterlegung des Geldes für die Bestattung wichtig. Viele Menschen sind der Ansicht, dass für die Bezahlung der Bestattung das Sparbuch ausreichend sei. Von einem Sparbuch auf den Namen des Vorsorgenden als Bestattungsvorsorge kann jedoch nur abgeraten werden, da die Gelder damit nicht zweckgebunden hinterlegt sind.

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit kann das Amt sogar die Auflösung des Sparguthabens zur Bezahlung der Pflegekosten verlangen.

Bestatter bieten sogenannte kostenlose Bestattungsvorsorge-Beratungen an. „Gemeinsam mit dem Kunden werden in einem Bestattungsvorsorgevertrag alle Punkte festgehalten, die für die Bestattung wichtig sind– ob Erd- oder Feuerbestattung, Grabart, Blumenschmuck, Trauerfeier u.v.m. Sinnvoll ist es, hierbei auch bereits den finanziellen Rahmen zu regeln“, so Stephan Neuser, Generalsekretär des BDB. Dazu bieten sich zwei Möglichkeiten an: Der Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) bietet über die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG die treuhänderische Verwaltung von Geldern an. Im Todesfall wird dieses Geld dann an den Bestatter zur Erfüllung des Bestattungsvorsorgevertrages ausgezahlt.

Die Alternative dazu ist die Sterbegeldversicherung. Sie bietet sich vor allem für Menschen an, die nicht älter als 70 sind. Hier werden monatlich kleine Beträge in eine Sterbegeldversicherung eingezahlt, die im Todesfall ausbezahlt wird. Gerade für Menschen mit kleineren Einkommen ist dies interessant.

Service ist gefragt

Auf der Internetseite des Bundesverbands Deutscher Bestatter www.bestatter.de sind rund 81 % der in Deutschland tätigen Bestattungsunternehmen gelistet, wobei eine Suche nach Wohnort und Postleitzahl problemlos die infrage kommenden Bestatter eingrenzt und im Suchergebnis auch die einzelnen Leistungen des jeweiligen Bestattungshauses ersichtlich sind. akz-o


Trauerfeier: Was für Angehörige zu beachten ist

Hinterbliebene können der Beerdigung eine persönliche Note geben und haben die Wahl zwischen einigen Varianten

Trauerfeiern sind ein wichtiger Bestandteil einer Beerdigung, da währenddessen dem Verstorbenen würdevoll gedacht und es sich von ihm verabschiedet werden kann. Wie genau eine Trauerfeier gestaltet wird, hängt von der jeweiligen Religionszugehörigkeit des Verstorbenen ab. So gibt es die Möglichkeit, eine konfessionslose Trauerfeier in den Räumen eines Bestattungsunternehmens abzuhalten.

Eine Trauerhalle eignet sich für eine Zeremonie mit anschließender Beisetzung, bei der Urne oder Sarg zum Friedhof begleitet werden. Ob man sich für eine kirchliche Trauerfeier oder die in einem Bestattungsunternehmen entscheidet, ist von den individuellen Vorstellungen des Verstorbenen abhängig. Falls dieser zu Lebzeiten keine Wünsche geäußert hat, ist es ratsam sich an dem Lebensstil und den Vorstellungen des Verstorbenen zu orientieren. Die Trauerfeier kann von einem Geistlichen, einem freien Redner oder einem Angehörigen geleitet werden. Hierbei ist es möglich, eine persönliche Rede zu halten oder Gedichte vorzulesen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Trauerfeier musikalisch zu unterlegen. Auch hierbei empfiehlt es sich, bei der Wahl der Musik den Geschmack des Verstorbenen zu berücksichtigen. Generell ist bei einer Trauerfeier, ganz gleich welcher Art, eine Sitzordnung üblich. So sitzen üblicherweise die engsten Angehörigen des Verstorbenen in der ersten Reihe der Trauerhalle oder Kirche. Danach folgen weitere Verwandte und enge Freunde sowie entfernte Verwandte und Bekannte des Verstorbenen. Auf dem Weg zum Grab begleiten die engsten Angehörigen die Urne oder den Sarg in vorderster Reihe. Während des Trauerzugs wird Stille bewahrt und persönliche Gespräche zwischen den Trauergästen vermieden. lps/Jm

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