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Home Sonderthemen Hannover Region West Aromatherapie: Heilung und Wellness
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09:40 25.04.2019
Die Aromatherapie bewährt sich bereits seit vielen Jahrhunderten. Foto: Staatsbad Bad Kissingen

Die Aromatherapie dient der Anwendung ätherischer Öle beim Menschen. Sie soll Krankheiten lindern und das Wohlbefinden steigern. Schon in den Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens wurden Duftstoffe und Räucherwerk für rituelle und therapeutische Zwecke verwendet. Wohlriechende Kräuter und Harze wurden verbrannt und Duftöle hergestellt. Die heutige Bezeichnung Parfüm (lateinisch per fumum – durch den Rauch) verweist noch auf den Ursprung. 

Ein französischer Chemiker namens Gattefossé wurde 1910 unbeabsichtigt zu einem Vorreiter der modernen Aromatherapie. In seinem Labor ereignete sich eine Explosion, durch die er Verbrennungen an Händen und Kopfhaut erlitt. Die Verletzungen versorgte er selbst mit Lavendelöl, was für eine rasche Heilung ohne auffällige Narbenbildung sorgte. Nach diesem Ergebnis stellte er Nachforschungen an. Während des Ersten Weltkriegs behandelte man Verletzte mit ätherischen Ölen. 1918 stellte Gattefossé eine antiseptische Seife auf der Grundlage von ätherischen Ölen her. Damit wusch man Kleidungsstücke und Verbandmaterial. In seiner weiteren Forschung widmete er sich vor allem der Bergamotte-Essenz und deren Wirkungen. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden seine Werke über Antiseptika und Aromatherapie bekannt und dienten als Grundlage der Anwendung ätherischer Öle. Auch die breite Bevölkerung kennt heute Duft- und Massageöle, Erkältungsbäder, 

Inhalationen, Duftlampen und Duftkerzen. Ätherische Öle sind frei verkäuflich und für jeden anwendbar. Sie unterliegen nur dann dem Arzneimittelrecht, wenn sie in Arzneimitteln enthalten sind. Eine sorgfältige Dosierung ist wichtig, denn es können toxische Nebenwirkungen und allergische Reaktionen auftreten. Unverdünnt können die Öle die Haut reizen. Öle sind heute oft nicht mehr natürlichen Ursprungs, sondern synthetisch oder halbsynthetisch. lps/Cb


Ein gutes Buch entspannt Geist und Seele. Foto: Pixabay/DariuszSankowski
Ein gutes Buch entspannt Geist und Seele. Foto: Pixabay/DariuszSankowski

Lesen hat neben dem Entspannungseffekt auch einen Therapieeffekt. Es gibt sogar eine Therapieform, in der das Lesen von beruhigender und aufbauender Literatur verwendet wird, um Heilungsprozesse zu unterstützen und Probleme zu lösen: die Bibliotherapie.

Bücher schenken eine neue Sichtweise auf das Leben, man sieht die eigenen Verstrickungen aus einer anderen Perspektive. Dazu müssen Sie nicht einmal ein Fachbuch lesen, das sich mit Ihren Problemen auseinandersetzt. Da reicht auch ein Roman, in dem die Romanfigur vielleicht genau das durchleidet, was Sie auch gerade beschäftigt. Und während man in Ratgebern gesagt bekommt, was Sie tun müssen und dürfen, können Romane Ihnen die Kraft geben, etwas selbst anzupacken und eigene Lösungen zu entwickeln. Bücher können auch eine Gegenwelt eröffnen, man kann jemand anderes sein, für einige Zeit schwierigen Situationen entfliehen und in einer Fantasiewelt den Problemen entfliehen – und so schneller heilen. Was zunächst wie eine Flucht wirkt, kann Therapie und Heilung bedeuten. Beim Lesen taucht man aus dem Alltag in eine ganz andere Welt ein, aber das ist bei Entspannungsübungen nicht anders. Auch da steigt man eine Weile aus dem hektischen Treiben aus. Lesen ändert nichts am Alltag, an dem Stress, den Sie tagtäglich haben, aber durch das Lesen eines Romans fühlen Sie sich vielleicht getröstest, angenommen und entspannt. Und das kann Ihr Leben vereinfachen und bereichern. Schnappen Sie sich noch heute ein Buch und vertiefen Sie sich in Entspannung, Fantasie und die Wunder der Literatur. lps/Vo


Durch die Gruppentherapie können Patienten körperliche Veränderungen und Diagnosen miteinander teilen. Foto: Centrovital
Durch die Gruppentherapie können Patienten körperliche Veränderungen und Diagnosen miteinander teilen. Foto: Centrovital

Eine ambulante Rehabilitation ist für solche Patientinnen und Patienten geeignet, die durch eine rezeptverordnete Behandlung keine weitere Besserung erfahren und wohnortnah intensiv weiterbehandelt werden möchten. Kostenträger für eine ambulante Rehabilitation bzw. anschließende Heilbehandlung können der Rentenversicherungsträger, eine gesetzliche Krankenkasse oder private Krankenversicherung oder die Bundeswehr sein. Patienten im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren erhalten in der Regel keine ambulante Rehabilitation, sondern eine sogenannte Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP). Ein Kostenvoranschlag der Therapieeinrichtung ist beim Kostenträger vorab einzureichen. Die ambulante Rehabilitation wird meist für 15 Tage bewilligt. Pro Tag liegt die Behandlungsdauer bei vier bis sechs Stunden. Am ersten Tag wird ein medizinischer Behandlungsplan aufgestellt. Bausteine können sein: physio- oder ergotherapeutische Einzelbehandlung, Thermotherapie (Wärme oder Kälte). Elektrotherapie, Muskelaufbautraining mit Geräten oder ohne, Gruppentherapie (ggf. auch im Wasser). Die Maßnahme wird auch psychologisch begleitet. Optional gibt es Beratungen in sozialrechtlichen und ernährungstechnischen Fragen. Das Genesungsprogramm wird ganzheitlich von qualifizierten Therapeutinnen und Therapeuten betreut. Massagen können einen wichtigen Beitrag in der Rehabilitation leisten. Sie gelten als eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Durch sanften Druck und kreisende Bewegungen werden die schmerzenden Körperbereiche massiert. Dafür gibt es verschiedene Techniken. lps/Cb

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